Herr Scham Mehra schreibt seine Anregung an die BRD:

 

 

 

 

Schutz für Hindus und Sikhs aus Afghanistan in Deutschland.

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, ,

 

Die Bundesregierung Deutschland hat sich nun dazu entschlossen die Afghanen zurück nach Afghanistan abzuschieben. Diese Entscheidung ist gegenüber die in der BRD lebenden afghanischen Hindus und Sikhs nicht gerecht. Zudem wurde bereits schon ein junger Mann (Samir Narang) des hinduistischen Glaubens Zwangshaft am 15.12.2016 aus Hamburg nach Afghanistan abgeschoben. Diese Aktion der Bundesregierung hat uns Hindus und Sikhs sehr getroffen und dies ist auch der Grund warum ich Ihnen schreibe.

 

Es mag sein, dass es in Afghanistan sichere Orte gibt, international wird dies aber bezweifelt. Diese Orte bieten immer noch keine Sicherheit für eine sehr kleine religiöse Minderheit wie die Hindus und Sikhs.

Mittlerweile ist weltweit bekannt, dass schon über 98% der Hindu und Sikh Bevölkerung wegen Ethnische und Religiöse Übergriffe Afghanistan verlassen haben. Um die 1500 Menschen dieser Religionszugehörigkeit noch in Afghanistan ausschließlich in Kabul unter Angst und Furcht leben.

 

Der überwiegende Teil der afghanischen Bevölkerung ist islamischen Glaubens und ein Großteil auch radikal islamisch geprägt.

Bei der Entscheidung der Bundesregierung zur Abschiebung der Afghanen, wurde die hinduistische Minderheit aus Afghanistan, die deutlich stärkerer politische und religiöse Gefährdungen ausgesetzt ist, nicht ausgenommen.

 

Trotz des Machtwechsels ist Afghanistan bis heute ein islamisches Land geblieben, in der die Grundlage des Rechtes immer noch die Sharia bestimmt, was auch in dem Grundgesetz verankert ist. Somit werden andere religiöse Veranschauungen insbesondere Hindus und Sikhs verdrängt und diskriminiert. Denn aus der Sicht der Muslimen, ist Hinduismus ein Glauben der Statuen und Bilder Anbeter.

 

Menschen hinduistischen Glaubens sind daher als „Ungläubige“, schwerer Gefahr ausgesetzt. Aufgrund des lang anhaltenden Bürgerkrieges, führt die Mehrheit der afghanischen Muslim- Bevölkerung radikal islamische Gedanken, die von der Politik in absehbarer Zeit nicht besonders beeinflussbar und nicht gewollt ist.

 

Die Diskriminierung der religiösen Minderheiten (ins besondere der Hindus und Sikhs) wurde mit dem Sturz der Taliban kein Ende gesetzt. Immer noch können hinduistische Kinder keine Bildungsstätte besuchen, Frauen dürfen ohne männliche Begleitung nicht ihre Häuser verlassen, außerdem müssen sie immer noch eine Burkha tragen um nicht als Hindu in der Öffentlichkeit aufzufallen. Auf den Straßen werden die Hindus weiterhin, beschimpft und mit Steinen beworfen. Von der Regierung bzw. der Örtlichen Polizei kann man, als Hindu keine Hilfe und keinen Schutz erwarten. Solche Taten verletzen die Menschenwürde massiv.

 

Auch wenn die derzeitige Regierung, wegen ihren guten Beziehungen zum Westen, den ethnischen Minderheiten keine Benachteiligungen verspricht. Die Bevölkerung wird wegen der Verfolgung, Misshandlungen und Demütigung von Hindus und Sikhs als Gottlose nicht gehindert. Sie sind als eine kleine Religiöse Ethnische Gruppe in Afghanistan der Gewalt schutzlos ausgeliefert. Sogar Zwangs Konvertierungen zum Islam werden von den Behörden nicht verhindert.

Hindus und Sikhs werden auch an Beisetzung ihrer Toten nach den Hinduistischen Brauch gehindert, ohne das die Täter Konsequenzen fürchten müssen. Über diese Taten wurde auch in deutschen Medien berichtet. Die UNHCR bestätigt das auch.

Selbst die UNO, UNHCR, amnesty international und andere Menschenrechtsorganisationen, sowie viele Staaten behaupten, dass sich die Lage in Afghanistan noch lange nicht beruhigt hat, so schreibt UNHCR in:

UNHCR Richtlinien zur Feststellung des Internationalen Schutzbedarfs Afghanischer Asylsuchender (HCR/EG/AFG/13/01)

 

Trotz der ausdrücklichen Verpflichtung der afghanischen Regierung, ihre nationalen und inter- nationalen Menschenrechtsverpflichtungen einzuhalten, ist der Schutz der Menschenrechte weiterhin inkonsistent, große Teile der Bevölkerung, einschließlich Frauen, Kindern, ethnische Minderheiten, sind weiterhin zahlreichen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

 

Nicht-muslimische religiöse Minderheiten, insbesondere Christen, Hindus und Sikhs, werden  weiterhin durch das geltende Recht diskriminiert Nicht-muslimische Minderheitengruppen leiden unter gesellschaftlicher Schikanierung und in manchen Fällen unter Gewalt, die Regierung schützt die religiöse Minderheiten nicht gegen derartige Misshandlungen.

 

Sikhs und Hindus sind obwohl ihnen die öffentliche Ausübung ihrer Religion erlaubt ist weiterhin Diskriminierungen ausgesetzt, auch bei der Suche nach einer Anstellung im öffentlichen Dienst. Es gibt Einschüchterungen und Schikanierungen von Sikhs und Hindus an ihren wichtigsten religiösen Feiertagen. Beide Religionsgemeinschaften können ihre Toten nicht nach ihren Bräuchen beerdigen, da sie von Personen, die in der Nähe der Kremationsstätten wohnen, daran gehindert werden.

Sikhs und Hindus wurden zu Opfern illegaler Enteignung und Beschlagnahme ihrer Grundstücke und es wurde berichtet, dass es ihnen nicht möglich war, Eigentum zurückzuerhalten, das sie während der Zeit des Mudschaheddin-Regimes verloren hatten. Das Recht auf Bildung von Kindern der Hindus und Sikhs wird Berichten zufolge aufgrund von Schikanierung und Drangsalierung durch andere Schüler schwerwiegend beeinträchtigt. Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Sikhs und Hindus Afghanistan aufgrund schwerwiegender Probleme, denen sie ausgesetzt waren, verlassen haben. Die geringe Anzahl der in Afghanistan verbliebenen Sikhs und Hindus ist Berichten zufolge umso anfälliger für Misshandlungen.

 

Die Problematik zur Verfolgung, Diskriminierung und Misshandlung der Hindus und Sikhs in Afghanistan liegt auf der Hand. Die Vorfälle sind alle durch verschiedenen Berichten unabhängiger Organisationen und Medien belegt.

 

Ich wende mich an Sie, um die unglückliche Situation der kleinen Minorität aus Afghanistan neu zu bedenken. Um deren Leben und die Menschenwürde dieser Minderheit vor Radikal Islamisten zu schützen. Ich bitte Sie um ein Abschiebestopp für diese schutzlose Minderheit. Diese kleine gebeutete Minderheit darf nicht gerade Zieles in den Tot geschickt werden.

 

Wir kennen die Feige und Hinterhältige Gewalt der Radikal Extremisten auch aus Deutschland und Europa, in Afghanistan haben diese Islamisten freie Hand andersgläubige ungehindert zu verfolgen. Diese kleine Minorität hat doch ohne weiteres nach Internationales, Europäisches wie auch deutsches Recht Anspruch auf Schutz.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Scham Mehra

 

 

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